Face-Lifting

 

Steckbrief

Op-Dauer
ca. 3 Stunden, mit Stirnlifting 4 Stunden
Narkose
Vollnarkose
Klinikaufenthalt
2 bis 3 Tage
Gesellschaftsfähig
2 bis 3 Wochen
Sportfähig
2 bis 3 Wochen
etwaige Begleiter- scheiungen
Blutergüsse unter der Haut an Wangen und des Halses, vorübergehender Haarausfall im Schläfenbereich, verschlechtere Wundheilung bei Rauchern

Patienteninformation zum Facelifting

Bevor Sie sich einer operativen Gesichtsstraffung unterziehen, sollten Sie sich folgende Informationen gründlich durchlesen.

Die Operation ist für Sie ein größerer chirurgischer Eingriff, welcher mit einer mittelschweren Bauchoperation vergleichbar ist. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung können bei einem Facelift nicht alle Falten geglättet werden, da Sie sonst ein maskenhaftes Aussehen bekämen.

Ohne eine Veränderung der Mimik zu verursachen, wird soviel Haut wie möglich von den Schläfen, den Wangen und dem Hals entfernt, wobei vor allen Dingen eine gute Straffung des Gesichts und des Halses erreicht wird.

Die kleinen Falten im Bereich der Augenlider, der Stirnmitte und des Mundes werden dabei nicht geglättet, so dass eine zusätzliche Operation notwendig wird, wenn diese sehr ausgeprägt sind. In der Regel sehen die Patienten nach einem Facelift so wie vor 8 bis 10 Jahren aus. Die Frage wie lange ein solches Facelift vorhält, kann nicht verbindlich beantwortet werden, da sie von der Beschaffenheit der Haut und des Bindegewebes, sowie vom Alter des Patienten abhängig ist.

In der Regel wird diese Operation einmal im Leben gemacht. Nach 8 bis 10 Jahren kann sie jedoch ohne weiteres wiederholt werden.

Vorbeugen ist besser als Heilen. Das gilt auch für den Alterungsprozess der Haut. Eine 40-jährige Haut bleibt nach dem Facelift so bis die Patientin 50 Jahre ist; die Haut einer 50-jährigen ist jedoch nicht auf 40 Jahre zurückzustraffen.

 


Operationstechnik

Der Hautschnitt verläuft vor oder in den Schläfenhaaren ca. 5 cm hinter der Haargrenze, zieht vor dem Ohr entlang und führt über die hintere Ohrfalte wieder vor den Haaren zum Nacken. Haare müssen dabei nicht rasiert werden. Von dem insgesamt etwa 20 cm langen Hautschnitt aus wird fast die gesamte Haut des Gesichts bis zu den Mundwinkeln sorgfältig abgehoben und bei einem bestehenden Doppelkinn zusätzlich Fettgewebe aus diesem Bereich abgesaugt. Außerdem wird das so genannte SMAS der Wangen zum Jochbein hingerafft und dort fixiert. Jetzt kann die Gesichtshaut häufig bis über die Ohrmuscheln ezogen werden, so dass ein 3 bis 5 cm breiter Hautstreifen entfernt werden muss. Der Verschluss der Wundränder erfolgt mit versenkten Nähten und Klammern, welche im Schläfenbereich und vor dem Ohr nach 6 bis 8 Tagen, hinter dem Ohr nach 2-3 Wochen gezogen werden. Die kleinen radiären Mundfalten können zusätzlich durch Abschleifen mit einem Diamantrotor dem Hautniveau angeglichen werden. Es entsteht dabei eine Kruste, wie bei einer Schürfwunde, die nach 6 bis 8 Tagen abgestoßen wird. Häufig sind nach der Straffung der Gesichtshaut die Falten im Bereich der Augenlider besonders auffällig. Durch Entfernen eines 1-2 cm breiten Streifens aus den Ober- und eines 0,5 cm breiten Streifens aus den Unterlidern, sowie durch die Excision von Fettgewebe aus den Tränensäcken können diese Falten in gleicher Operation entfernt werden.

 


Stirnlifting

Um abgesunkene Augenbrauen anzuheben und quere und senkrechte Stirnfalten dauerhaft zu entfernen, gibt es nur eine effektive Methode: das Stirnlifting. Dabei wird von einem Schnitt über der Scheitelhöhe von einem Ohr zum anderen die Haut abgehoben und die oberen zwei Drittel des Stirnmuskels und den Muskeln zwischen den Augenbrauen entfernt. Die dadurch straffere Stirn wird nach hinten gezogen und ein 2 bis 3 cm breiter Streifen haartragender Haut entfernt. Dieser zusätzliche Eingriff verlängert das durchschnittlich 3 Stunden dauernde Facelifting um eine weitere Stunde. Die Straffung der Ober- und Unterlider ebenfalls etwa eine zusätzliche Stunde. Der Unterschied zwischen einer drei- oder fünfstündigen Narkose ist bezüglich Kreislauf- und Leberbelastung jedoch unwesentlich. Auffällige, aber isolierte senkrechte Stirnfalten können auf einfachere Weise verbessert werden, indem die kleinen Muskeln zwischen Stirn- und Nasenwurzel durch die Oberlidplastik entfernt werden. Die Mimik oberhalb der Nasenwurzel wird dadurch eingeschränkt und ein "böser Blick" ist nicht mehr möglich.

 


Narkose

Die drei bis vier Stunden dauernde Operation sollte in Vollnarkose stattfinden, die von einem Facharzt für Anästhesie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen sollten Sie vorher durchführen lassen. Menstruation Kurz vor und während der Periode besteht eine verstärkte Blutungsneigung, die Operationsdauer und kosmetisches Resultat beeinträchtige kann. Sollte Ihre Periode auf den Operationstermin fallen, so könnte sie medikamentös verschoben werden. Die Einnahme von Schmerzmitteln, z.B. Aspirin oder Rheumamitteln, setzt die Blutgerinnung herab. Um unnötige Blutungen zu vermeiden sollten Sie diese unbedingt zwei Wochen vorher absetzen!

 


Klinikaufenthalt

In der Regel 2 bis 3 Tage, wobei Sie am Tag der Entlassung zum Haarwaschen zu einem Friseur gehen können. Mit Schwimmen und Sport kann 2 bis 3 Wochen nach der Operation wieder begonnen werden.

 


Nachbehandlung

Der leichte Mützenverband mit Watte im Bereich beider Ohren wird zwei Tage nach der Operation abgenommen. Dann werden auch die Drainagen entfernt, die entlang der Unterkieferäste liegen. Während der ersten drei Tage kann es neben einer Spannung und Schwellung im Bereich der Gesichtshaut zu einer leichten Schwellung auch der Augenlider kommen. Der Kopf sollte während des Klinikaufenthaltes ruhig gehalten werden, damit es nicht durch Reiben der Haut auf der Unterfläche zu einer Blutung kommt. Trotz exakter Blutstillung finden sich kleinere Blutergüsse häufig im Bereich der Wangen, der seitlichen Halspartien und unter dem Kinn. Mitunter sind auch die Lymphknoten am Hals etwas schmerzhaft geschwollen und verschwinden ebenso wie die Blutergüsse innerhalb vor 2 bis 3 Wochen. Da viele feinste Hautnerven bei der Operation durchtrennt werden, besteht über den Wangen während der ersten 4 Monate ein taubes Gefühl. Schmerzen hinter den Ohren während der ersten Wochen sind nicht beunruhigend, sondern rühren von der starken Spannung her, mit welcher die Halshaut dort fixiert wurde. Die Narben vor den Ohren sind in der Regel schon nach 2 Wochen unsichtbar. Nur bei relativ jungen Patienten kann es im Verlauf der folgenden Monate zu einer überschießenden Narbenbildung kommen, die jedoch ohne Therapie wieder zurückgeht. Vor der Entlassung aus der Klinik können die Haare wieder gewaschen und Make-up aufgelegt werden. Der Sonne können Sie ihr Gesicht 2 Wochen später wieder aussetzen. Wurden die Mundfalten mit abgeschliffen, so sollten Sie starke Sonneneinstrahlung 3 Monate lang meiden oder um den Mund herum konsequent Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 6-15 benutzen.

 


Komplikationen

Während der ersten Tage kann es insbesondere bei Patient n mit schwankendem Blutdruck zu stärkeren Blutergüssen unter der Haut der Wangen und des Halses kommen. Wir legen deshalb zwei Drainagen, die am 2. Tag entfernt werden. Nur in Ausnahmefällen müssen die Blutansammlungen durch Punktion entleert werden. In der Regel sind die Blutergüsse im Gesicht und Halsbereich nach 2 bis 3 Wochen verschwunden, so dass Sie nach dieser Zeit wieder arbeitsfähig sind und an allen gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen können. In den ersten zwei Wochen ist Ihr Gesicht sehr verspannt und geschwollen. Um in der plastischen Chirurgie einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, muss "überkorrigiert" werden, da immer mit einer Lockerung der Haut zu rechnen ist. Bei einzelnen Patientinnen können unter der starken Spannung der Gesichtshaut Haare im Schläfenbereich ausfallen und Anlass zur Beunruhigung geben. Sie wachsen jedoch mit nachlassender Spannung wieder innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach. Beschleunigen können Sie das Haarwachstum mit Regaine ® der Firma Upjohn.

Raucher haben bekanntermaßen eine schlechtere Hautdurchblutung, die sich gerade auf einem Facelifting durch Absterben der Wundränder bemerkbar machen kann. Deshalb wird Rauchern dringend empfohlen, 4 Wochen vor der geplanten Operation mit dem Rauchen aufzuhören oder den Konsum auf weniger als 5 Zigaretten pro Tag zu beschränken. Ansonsten kann sich die Wundheilung stark verzögern. Infektionen im behaarten Teil, d.h. an den Schläfen und hinter den Ohren treten manchmal erst nach der Entlassung auf. Ursache sind wahrscheinlich an den Haaren sitzende Bakterien, die trotz gründlicher Desinfektion infektiös geblieben sind. Da Infektionen jedoch sehr selten sind, sehen wir keine Notwendigkeit, einen Streifen Haare vor der Operation zu rasieren, wie es bei anderen Operationen (Neurochirurgischen) am Kopf üblich ist. Eine sekundär geheilte Wunde hinterlässt oft eine breite Narbe, die 6 Monate später ambulant ausgeschnitten werden kann. Auch die Schädigung der Gesichtsnerven (N. fascialis) sind in der Literatur beschrieben worden. Leichtere Paresen (Taubheitsgefühl) im Mundbereich rühren meist von der elektrischen Koagulation blutender Gefäße oder von der Fettabsaugung her und regenerieren immer innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Sollten nach der Entlassung oder ambulanten Operation irgendwelche Umstände auftreten, die Sie beunruhigen, so rufen Sie uns bitte an. Bei weiteren Fragen zur vorgesehenen Operation können Sie sich selbstverständlich gerne an uns wenden.

Oftmals entspricht die innere Vitalität nicht unserem äußeren Erscheinungsbild. Ungünstige Erbanlagen, Alterungserscheinungen oder Unfallfolgen sind häufige Ursachen für eine Unzufriedenheit mit unserem Aussehen – besonders im Gesichtsbereich. Schlimmstenfalls entwickeln sich hieraus geschmälertes Selbstvertrauen und psychische Niedergeschlagenheit als langfristige Folgen.

Falls Sie einen Rückruf wünschen, hinterlassen Sie uns per eMail  Ihre Telefonnummer oder rufen Sie uns einfach an!

0221- 99 05 13

Ihr beethoven 5.13 Team

 

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