Straffung/Pexie

Steckbrief

Op-Dauer
ca. 2 bis 3 Stunden
Narkose
Vollnarkose
Klinikaufenthalt
2 bis 3 Tage, Tragen eines speziellen Korsetts in den ersten 3 Wochen erforderlich
Sportfähig
Nach 8 Wochen
seltene Begleiter- scheiungen und Risiken
Über individuelle Risiken werden wir Sie gerne in einem kostenlosen, ausführlichen Beratungsgespräch aufklären

Informationsgespräche mit
behandelnden Patienten sind möglich

Patienteninformation

Verkleinerungs- und Straffungsoperationen an der Brust werden aus Gründen der Gewichtsreduktion, sowie zur Linderung der mit einer zu großen Brust verbundenen körperlichen und psychischen Beschwerden durchgeführt. Neben einer spürbaren körperlichen Erleichterung und Bewegungsfreiheit erlaubt Ihnen die operativ verkleinerte Brust größere Möglichkeiten, z.B. bei der Ausübung sportlicher Aktivitäten, des Berufes, und in der Auswahl Ihrer Kleidung. Sie gewinnen mehr Selbstvertrauen und Sicherheit im persönlichen Auftreten und im Umgang mit anderen Personen oder dem eigenen Partner.

Sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen oder von Seiten Ihres Arztes den eindringlichen Rat bekommen haben, Ihr Gewicht zu reduzieren, so nehmen sie bitte möglichst vor der Operation ab. Häufig gibt leider erst das neuerwachte Körperbewußtsein nach der Operation dazu den Anstoß, wenn die übrigen Proportionen nicht mehr zu den neugeformten Brüsten passt. Diese können bei einer Gewichtsabnahme nach der Operation jedoch erneut erschlaffen und das ästhetisch schöne Ergebnis beeinträchtigen.

 


Die Operationsverfahren

Je nach Ausgangsbefund kommt für Sie eine von drei Operations- methoden in Betracht.

1.
Handelt es sich um eine kleine oder normal große, aber sehr schlaffe Brust, die ihre Form nach der Schwangerschaft, einer Abmagerungskur oder nach Einnahme der "Pille" verloren hat, so wird auf ähnliche Weise lediglich eine Straffung der Brusthaut durchgeführt. Dabei wird die Haut unterhalb der Brustwarze entfernt, der Brustdrüsenkörper nach oben versetzt und aus der belassenen Haut eine neue Brust geformt. Die Stillfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt, die Sensibilität nur kurzzeitig vermindert. Alle Nähte werden intracutan gelegt, d. h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle zu sehen sind.
2.
Sollten bei der Operation etwa 2/3 bis 1/2 des Brustgewebes entfernt werden, so bleibt die Brustwarze auf dem Drüsenkörper erhalten und wird mit diesem lediglich an höherer Stelle eingenäht. Hierbei bleibt eine verminderte Stillfähigkeit erhalten. Die Sensibilität der Brustwarzen kehrt in der Regel innerhalb von sechs Monaten zurück.
3.
Bei einer extrem großen Brust, deren Gewicht bereits zu deutlichen Einschnürungen über den Schultern durch den Büstenhalter geführt hat, so dass weit mehr als ¾ des Brustgewebes entfernt werden muss, wird ausnahmsweise eine Reduktion der Brust mit freier Trans- plantation der Brustwarzen durchgeführt. Da hierbei die Brustwarze vom Drüsenkörper abgetrennt werden muss, ist ein Stillen nach der Operation nicht mehr möglich. Sensibilität und Erektionsfähigkeit der Brustwarze bleiben danach vermindert.

 


Die Narkose

Die zwei bis drei Stunden dauernde Operation erfolgt in Vollnarkose, die von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen sollten Sie vorher durchführen lassen und mitbringen.


Der Klinikaufenthalt

Im Anschluß an Ihre Operation verbleiben Sie für 2-3 Tage in unserer Klinik. Am 2. Tag nach der Operation werden zwei am Ende des Eingriffs eingebrachte Drainageschläuche, welche eventuell entstehendes Wundsekret ableiten sollen entfernt. Die Fäden im Bereich der Brustwarzen sollten nach 1 bis 2 Wochen, die Fäden unterhalb der Brust erst nach 3 Wochen in der Klinik gezogen werden. Während der ersten drei Wochen werden Sie einen speziellen Büstenhalter tragen, den Sie in unserer Klinik erhalten. Die Oberarme sollten möglichst nicht über die Horizontale gehoben werden. Nach Abnahme des Verbandes (um dem 8. Tag) können Sie duschen, aber bitte noch nicht baden. Schwimmen und andere Sportarten, sollten Sie erst nach 8 Wochen wieder aufnehmen.

 


Mögliche Komplikationen

Da die Brust ein sehr blutreiches Organ ist, kann es insbesondere bei Patientinnen mit schwankendem Blutdruck zu einer Nachblutung kommen. Aus diesem Grund legen wir während der Operation die bereits erwähnten Drainageschläuche ein. Die Einnahme von Schmerzmitteln, z. B. Aspirin oder Rheumamitteln, setzt die Blutgerinnung herab. Um unnötige Blutungen zu vermeiden sollten Sie diese unbedingt, nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, zwei Wochen vorher absetzen! Wundheilungsstörungen treten in sehr dünner Haut der Brust manchmal unterhalb der Brustwarzen im Bereich der größten Spannung auf, heilen jedoch ohne Beeinträchtigungen oder auffällige Narben innerhalb von 3 bis 4 Wochen ab. Bei extrem großen Brüsten oder Blutungen kann in seltenen Fällen ein Teil einer Brustwarze eine Asymmetrie aufweisen, die ca. 6 Monate später in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann. Die Narbenbildung ist individuell sehr unterschiedlich und nicht vorhersehbar. Die endgültige Form wird Ihre Brust erst 3 bis 6 Monate nach der Operation erlangen; so lange brauchen die inneren Narben zur vollständigen Ausheilung.

 

Ihre Krebsvorsorge

Durch Wegnahme eines großen Teils Ihres Brustgewebes ist für Sie auch das Brustkrebsrisiko, mit dem jede 10. Frau im Laufe Ihres Lebens behaftet ist, wesentlich geringer geworden. Selbstverständlich wird das entfernte Gewebe mikroskopisch untersucht und Ihnen das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt . Dennoch sind nach der Operation dieselben Krebsvorsorge-Untersuchungen bei Ihrem Frauenarzt weiterhin notwendig. Bei weiteren Fragen zur vorgesehenen Operation können Sie sich selbstverständlich jederzeit gerne an uns wenden.

Falls Sie einen Rückruf wünschen, hinterlassen Sie uns per eMail  Ihre Telefonnummer oder rufen Sie uns einfach an!

0221- 99 05 13

Ihr beethoven 5.13 Team

 

Zu den einzelnen Unterpunkten:
Brustvergrößerung
Brustverkleinerung
Knotenentfernung
Deformation