Bauchdeckenstraffung
Nach starker Gewichtsabnahme oder einfach durch den Verlust der Hautelastizität kann der Hautmantel im Bereich des Bauches zu groß werden, so dass eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) notwendig wird.
Steckbrief
Op-Dauer |
2 bis 3 Stunden |
Narkose |
Vollnarkose |
Klinikaufenthalt |
1 bis 2 Tage; danach 4 bis 6 Wochen lang konsequentes (Tag und Nacht) Tragen einer angepassten Kompressionskleidung |
Sportfähig |
Nach 4 Wochen |
seltene
Begleiter- scheiungen |
Große Gefahr einer Nachblutung, eingeschränkte Beweglichkeit in den ersten Tagen nach der OP (Bettruhe), schrittweise Mobilisation durch das Tragen einer Kompressionsware |
Patienteninformation zur Straffung der Bauchdecke
Bevor Sie sich einer operativen Bauchdeckenstraffung unterziehen, sollten Sie die folgenden Informationen gründlich durchlesen. Die Erschlaffung der Bauchdecke rührt oft von einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsabnahme her. In seltenen Fällen ist nach einer starken Gewichtsreduktion eine "Fettschürze" zurückgeblieben, die nicht nur ästhetisch, sondern auch funktionell stören kann. Auch können beim Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln (Rectusdiastase) echte Beschwerden vorliegen. Obwohl nur die Haut des Unterbauches zwischen Nabel und Schamhaaren entfernt wird, ist für sie die Operation ein größerer Eingriff, der z.B. mit einer Gallenblasenoperation vergleichbar ist. Andererseits erholen Sie sich sehr viel rascher, d.h. die wesentlichen Beschwerden sind bereits am nächsten Tag abgeklungen.
Übergewicht
Nur jeder fünfte Mann kommt wegen einer faltigen Bauchdecke, die nicht zu ihrer sonstigen schlanken Erscheinung passt. Die meisten Männer gehören zu den Übergewichtigen, die erst operiert werden sollten, wenn Sie Ihrem Normalgewicht nahe gekommen sind. Je lockerer die Bauchhaut und je geringer der Bauchumfang ist, desto größer ist der Effekt einer operativen Bauchstraffung. Dreiviertel des Fettgewebes liegen zwischen den Därmen, so dass es wenig Sinn hat, die Haut über einem dicken Bauch zu straffen. Sie müssen die Operation als eine gemeinsame Anstrengung zwischen Ihnen und mir ansehen und sollten Ihr Gewicht bis zum Operationstermin mit Hilfe einer der vielen Spezialdiäten - am wirkungsvollsten ist immer noch ein konsequentes "esse die Hälfte" - reduziert haben. Vier Wochen vor dem Operationstermin geben Sie uns bitte telefonisch Ihr bis dahin erreichtes Gewicht durch. Andernfalls müssten wir die Operation streichen oder verschieben.
Operation
Bei der Operation in Vollnarkose wird gewöhnlich die ganze Haut zwischen Nabel und Schambehaarung quer ovalär entfernt. Der vorher ausgeschnittene Nabel wird in seiner ursprünglichen Stelle wieder durch die neue Haut des Bauches gezogen, nachdem die abgehobene Haut des Oberbauches (bis hinauf zu den Unterbrustfalten) zu den Schamhaaren hinunter gestrafft wurde. Es resultiert dadurch ein zunächst stark gespannter Bauch mit einer W-förmigen Narbe, die sich von der einen Leistenbeuge zur anderen zieht und durch eine entsprechende Badehose verdeckt werden kann. Bringen Sie zur Operation Ihre Badehose mit, damit die verbleibende Narbe vom Operateur in diesen verlegt werden kann. Ist auch die Muskulatur stark gelockert (Rectusdiastase), so wird diese während der Operation im senkrechten Verlauf zwischen Brustbein und Schambein zur Mitte hin gestrafft. Die Narbenbildung selbst ist individuell sehr verschieden, so dass 20% der Frauen ein Jahr lang mit einer geröteten, bis 3 mm breiten derben Narbe rechnen müssen. Diese verblasst jedoch in jedem Fall und kann gegebenenfalls später in einzelnen Abschnitten korrigiert werden. In Ausnahmefällen, wenn die Lockerung der Haut der Oberschenkel nur die Vorderseite derselben betrifft, ist es möglich, unter Belassung eines dreieckförmigen Schamhügels gleichzeitig auch die Haut der Vorderseite der Oberschenkel mit zu straffen.
Narkose
Die 2 bis 3 Stunden dauernde Operation findet in jedem Fall in Vollnarkose statt, die von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen lassen Sie bitte ca. 10 Tage vorher durchführen. Die Ergebnisse faxen Sie uns bitte 1 Woche vor dem Operationstermin zu.
Nach der Narkose
Sie liegen mit einer Knierolle im Bett, damit der Bauch entspannt ist und die Wundränder spannungsfrei verheilen können. Rechts und link liegen meist zwei Drainagen, die das Wundsekret über zwei bis vier Tage lang absaugen. Das Wichtigste nach der Operation ist jedoch, dass Sie schon vom Tage der Operation an Ihre Beine und vor allem Ihr Becken gut und häufig bewegen, indem Sie abwechselnd auf der linken und rechten Gesäßhälfte liegen. Die Wundränder werden doppelt und oft auch dreifach mit versenkten Nähten gehalten, so dass sie nicht "aufplatzen" können. Bei Thrombosegefährdeten, d.h. über Fünfzigjährigen mit Krampfadern, sowie Übergewichtigen wird am Morgen der Operation bereits mit einer medikamentösen Therapie (Heparin) zur Vorbeugung einer Thrombose begonnen, die während des stationären Aufenthaltes fortgeführt wird.
Komplikationen
Da es sich um eine sehr große Wundfläche zwischen den Unterbrustfalten und den Leistenbeugen handelt, ist die Gefahr einer Nachblutung bei der Bauchdeckenstraffung relativ groß. Es kann durchaus sein, dass bei liegenden Drainagen zwei Tage nach der Operation ein kleines Blutgefäß aufgeht und die daraus resultierende Blutung nicht abgesaugt wird. Die entstandenen Blutergüsse müssen dann je nach Ausdehnung entweder punktiert oder der natürlichen Resorption überlassen werden. In Ausnahmefällen kann es zu einem Auseinanderweichen der Operationswunde oder auch einmal zu einer Infektion in diesem Bereich kommen. Eine Sekundärnaht wird dann für einen ausreichenden Wundverschluss oft unumgänglich.
Die Narbenbildung ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, so dass wir Patienten mit Neigung zur starken Narbenbildung raten, einige Monate lang eine Miederhose als Druckverband zu tragen. Sollte sich nach Ablauf eines Jahres zeigen, dass die Narben breit geworden sind, so ist eine ambulante operative Narbenkorrektur angezeigt. Insgesamt sollten Sie sich bewusst sein, dass zunächst eine sehr große Narbenplatte im Bereich des ganzen Bauches entsteht, die zusammen mit der immer vorhandenen postoperativen Schwellung der Haut, den Bauch als ganzes sehr viel dicker erscheinen lässt. Diese Schwellung kann bis zur Regression der Narbenplatte, d. h. ca. 3 Monate lang anhalten, was sich besonders beim Anlegen von Gürteln oder Hosen bemerkbar macht.
Nachbehandlung
Nach der Entlassung aus der Klinik, etwa am 4. bis 8. Tag nach der Operation, liegen noch die in der Haut versenkten Nähte im Narbenbereich. Diese werden 3 bis 4 Wochen später in der Klinik gezogen. Diese Intracutannähte haben den Vorteil, dass später keine Stichkanäle zu sehen sind. Außer mit einem Druckverband in Form einer kräftigen Miederhose können Sie die postoperative Schwellung des Bauches wenig beeinflussen. Sie können nach der Entlassung duschen und baden und Ihre sportlichen Aktivitäten 4 Wochen nach der Operation in jeder Form wieder aufnehmen. Die anfangs stark geröteten Narben werden im Verlaufe der nächsten Monate wieder abblassen, so dass ein Jahr nach der Operation eine endgültige Narbe resultiert. Sollten nach der Entlassung oder ambulanten Operation irgendwelche Umstände auftreten, die Sie beunruhigen, so rufen Sie bitte die Klinik an. Bei weiteren Fragen zur vorhergesehenen Operation können sie sich selbstverständlich jederzeit gerne an uns wenden.
Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die Schnittführung und damit der spätere Verlauf der Narben hängen vom Ausmaß des Hautüberschusses ab. Die Bauchhaut wird samt Fettgewebe von der Muskulatur abgetrennt und bis zu den Rippen mobilisiert. Der Nabel verbleibt in der Regel in seiner Position. In den ersten Tagen nach der Operation ist Ihre Beweglichkeit eingeschränkt, d.h. Bettruhe ist unabdingbar. Danach wird eine schrittweise Mobilisation durch das Tragen einer Kompressionsware unterstützt. Infolge der ausgedehnten Wundflächen kann es neben allgemeinen Komplikationen wie Thrombosen (Blutgerinnseln) oder Embolien zu Nachblutungen und starker Einlagerung von Wundflüssigkeit (Serom) kommen. Deshalb müssen während der ersten Tage dünne Schläuche (Saugdrainagen) in die Wundhöhle eingelegt werden. Im Bereich der Wundränder sind Störungen der Durchblutung und Heilung nicht auszuschließen. Detaillierte Informationen erhalten Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch.
Falls Sie einen Rückruf wünschen, hinterlassen Sie uns per eMail Ihre Telefonnummer oder rufen Sie uns einfach an!
0221- 99 05 13
Ihr beethoven 5.13 Team |
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