Fettabsaugung/Liposuction

 

Steckbrief

Op-Dauer
Je nach Behandlung zwischen 20 Minuten und 2 Stunden
Narkose
Örtliche Betäubung oder leichte Vollnarkose
Klinikaufenthalt
1 bis 2 Tage; danach 4 bis 6 Wochen lang konsequentes (Tag und Nacht) Tragen einer angepassten Kompressionskleidung
Gesellschaftsfähig
2 bis 3 Tage
seltene Begleiter- scheiungen
Leichte Schwellungen und Blutergüsse, innere Narbenbildung durch Ansammlung von Blut- und Gewebewasser bei einem nicht konsequenten Tragen der Kompressionskleidung

 

Patienteninformation zur Fettabsaugung (Liposuction)

Hartnäckige Fettpolster lassen sich selbst mit strengen Diäten, Gymnastik und speziellen Cellulite-Behandlungen nicht bekämpfen. Häufig ist eine familiäre Veranlagung die Ursache für ungleichmäßige Fettansammlungen. Die Fettpolster sitzen häufig da, wo sie besonders stören und beeinträchtigen neben dem ästhetischen Gesamteindruck auch das Selbstbewusstsein.

Mit der Liposuction kann das Körperbild dauerhaft korrigiert und ideal modelliert werden. Fettgewebe, welches einmal durch Absaugen entfernt wurde, wächst nicht mehr nach. Insbesondere die Fettdepots an den Hüften, am Bauch, an den Fesseln, am Oberkörper, an den Oberschenkeln und unter dem Kinn lassen sich hervorragend absaugen.

Eine Fettabsaugung ist generell keine Frage des Alters. Ihre Haut sollte jedoch noch ausreichend Elastizität besitzen, um sich nach der Absaugung wieder dem Körper anlegen zu können.


Welche Ergebnisse können erwartet werden?
Die Fettabsaugung ist keine Alternative zur Gewichtsreduktion und auch keine Behandlung der Fettsucht. Durch die Entfernung der störenden Fettpolster kann jedoch eine Modellierung der entsprechenden Körperpartien erzielt werden, wodurch die Körperproportionen an Harmonie gewinnen und der Körper schlanker wirkt. Da nicht am gesamten Körper die Unterhautfettzellen entfernt werden können, eignen sich insbesondere lokalisierte Fettansammlungen wie zum Beispiel die so genannten “Reiterhosen“ für diese Therapie. Bei schlaffer hängender Haut kann jedoch eine chirurgische Entfernung mitsamt dem Fettgewebe sinnvoller sein.

 


Anästhesieform und Klinikaufenthalt
Der Eingriff wird bei kleineren Korrekturen in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung unter leichter Sedierung (Beruhigung) durchgeführt: Sie können die Klinik unmittelbar danach verlassen. In Abhängigkeit der Ausdehnung der zu behandelnden Fettdepots ist bei ausgedehnten Korrekturen eine Dämmerschlaf-/ oder leichte Vollnarkose zu empfehlen, da örtlich anwendbare (lokale) Betäubungsmittel nur bis zu einer bestimmten Höchstdosis eingesetzt werden können.
Aufgrund der zu erwartenden Kreislaufbelastung, sollte die abgesaugte Fettmenge 5 Liter nicht überschreiten. Je nach Größe des Eingriffs kann dieser ambulant oder bei Bedarf mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 2 Tagen ergänzt werden.

 


Operationsvorbereitung
Auf die Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Sie sollten jedoch Ihre Haut und das Unterhautfettgewebe eine Woche vor der Operation keiner extremen Sonnenbelastung aussetzen. Außerdem sollten Sie für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation keine Mittel einnehmen, die Acetylsalizylsäure (zum Beispiel Aspirin®) enthalten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Ihr Operateur wird Ihnen hierzu ein gesondertes Merkblatt aushändigen.

 


Operationsmethoden
Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die an der beethoven 5.13 Klinik angewendet werden. Je nach Befund wird entschieden, welche Methode sich für den Patienten am Besten eignet:

 

WAL-Methode (auch Taufig-Methode genannt)
Obwohl die eigentliche Tumeszenztechnik sich in den letzten Jahren sehr bewährt hat, gilt es, einen prinzipbedingten Nachteil zu erwähnen: Durch das Einspritzen größerer Flüssigkeitsmengen in das Fettgewebe zur Vorbereitung auf die Absaugung, kommt es zu einem deutlichen Anschwellen der behandelten Region. Damit ist das Erreichen eines optimalen Ergebnisses oftmals schwierig, weil die große Menge an Tumeszenz-Flüssigkeit, die Konturen verschwimmen lässt. Insbesondere, wenn nur kleine Unregelmäßigkeiten und Depots entfernt werden sollen, ist die sichere Beurteilung des Ergebnisses während der Operation oftmals schwierig. Die von Dr. Taufig mit entwickelte Wasserstrahl-Technik erlaubt auch im Feinbereich hervorragende Modellierung, da die erforderliche Flüssigkeit durch einen Hochdruck - Wasserstrahl - in das Fettgewebe eingespritzt wird und parallel sofort wieder abgesaugt wird. Die Konturen bleiben damit nahezu unverändert. Die Wartezeit zwischen örtlicher Betäubung und Beginn der Absaugung ist außerdem verkürzt. Hinzu kommt eine geringere Belastung des Körpers mit Medikamenten und somit eine Reduzierung der spezifischen Nebenwirkungen und Risiken durch das kürzere Verbleiben dieser Medikamente im Körper. Auch ist das "Nachnässen", d.h., das sich über mehrere Tage hinziehende Auslaufen von Restflüssigkeit aus den Narben, deutlich weniger ausprägt.

 

Tumeszenz-Methode/Vibrationsmethode
Vor dem Eingriff markiert der Chirurg die zu modellierenden Körperpartien an der stehenden Patientin bzw. dem Patienten. Dazu werden die Fettpolster in Form von Höhenlinien auf dem Körper eingezeichnet. Durch kleine 1-2 millimetergroße Hautschnitte, die an unauffälligen Körperstellen erfolgen, wird in das abzusaugende Areal eine blut- und schmerzstillende Lösung ( Tumeszenzlösung )eingebracht. Anschließend erfolgt die Absaugung durch sehr feine Kanülen. Die Kunst des Chirurgen besteht darin, mit viel Fingerspitzengefühl durch die Haut zu ertasten, was an Fettgewebe entfernt und was erhalten werden soll. Der Eingriff dauert je nach Areal und Ausmaß 20 Minuten bis zu 2 Stunden. Der Hautschnitt wird nach dem Eingriff mit feinem Nahtmaterial genäht. Die Menge des abzusaugenden Fettgewebes variiert sehr stark je nach individueller Konstitution und anatomischer Region. Durch die Erfahrung des Operateurs ist gewährleistet, dass eine formschöne, symmetrische und natürliche Körpermodellierung erzielt wird. Noch im Operationssaal werden die behandelten Areale bandagiert und ein Kompressionsmieder angezogen. Hierdurch wird verhindert, dass sich die entstanden Hohlräume mit Gewebeflüssigkeit füllen und Knoten oder Narben entstehen.

 


Nach der Operation
Die Operation verursacht keine wesentlichen Schmerzen. Mit leichten Schwellungen und Blutergüssen ist jedoch zu rechnen. Beides bildet sich innerhalb von Tagen bis mehreren Wochen wieder zurück, was durch das Tragen des Kompressionsmieders unterstützt wird. Das endgültige Ergebnis kann in den meisten Fällen nach 3 bis 6 Monaten beurteilt werden. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Hautschnitte völlig verblasst und kaum noch zu erkennen.
Wie nach jeder Operation besteht nach der Fettabsaugung eine Schwellung, die innerhalb der ersten 3 Monate stetig zurückgeht. Die Schwellneigung ist jedoch individuell verschieden und vom Hormonhaushalt, vom Wetter sowie von Ess- und Schlafgewohnheiten abhängig.

 



Risiken und Mögliche Komplikationen
Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben sie anhaltenden Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung durch eine geeignete Untersuchung vor der Operation ausgeschlossen werden.

Nach der Liposuction kann die Berührungsempfindlichkeit der Haut etwas reduziert sein. Damit die leeren Bindegewebshüllen aus denen die Fettzellen entfernt worden sind, fest aufeinander gepresst werden und nicht mit Gewebswasser volllaufen können, ist das konsequente Tragen des Kompressionsmieders unbedingt notwendig. Trotzdem kann es durch unterschiedliche Ansammlung von Blut- und Gewebewasser zur Ausbildung von inneren Narben kommen, die als oberflächliche Unebenheiten erkennbar sind. In der Regel glätten sich diese wieder innerhalb von 6 Monaten.

Werden größere Mengen von Fettgewebe entfernt kann es zu einem vermehrten Verlust von Gewebsflüssigkeit und dadurch zu einer Kreislaufbelastung kommen. Durch die Fettabsaugung kann das Thromboserisiko erhöht sein, so dass zur Vermeidung von Embolien durch Gerinnsel bereits vor der Operation niedermolekulares Heparin (gerinnungshemmendes Mittel) verabreicht wird.

 

Nachbehandlung
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten Sie die angepasste Kompressionskleidung für ca. 4 bis 6 Wochen Tag und Nacht tragen. Hierdurch vermeiden Sie, dass in den entstandenen Hohlräumen durch Blut, gelöstes Fett oder Gewebeflüssigkeit unerwünschte Narben entstehen, die das kosmetische Ergebnis beeinträchtigen können. Eine Kontrolluntersuchung ist am Tag nach der Operation sowie nach einer Woche und in regelmäßigen Abständen danach sinnvoll.

 


Was ist nach dem Eingriff zu beachten?
In der Regel werden Sie nach dem Eingriff in Ihrer Beweglichkeit und Befindlichkeit kaum eingeschränkt sein. Auf Sport, der in den behandelten Arealen zu Bewegungen führt, sollten Sie doch je nach Art und Ausmaß der Liposuction für die ersten Wochen nach der Liposuction verzichten. Auch Massagen und sonstige übermäßige Beanspruchung sind zu vermeiden. Je nach Veranlagung kann es insbesondere bei größeren Eingriffen zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit kommen.

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