Klumpfuß
Der Klumpfuß ist eine Kombination unterschiedlicher Fehlstellungen am Fuß in unterschiedlich schwerer Ausprägung. Er kann ein- oder beidseitig auftreten.
Die einzelnen Komponenten sind Spitzfuß, Hohlfuß, Sichelfuß und Varusstellung der Ferse.
Die Achillessehne ist verkürzt, zieht damit die Ferse hoch und senkt den Vorfuß. Diese Fehlstellung wird als Spitzfuß bezeichnet. Sie muss von der ausgleichbaren Spitzfußhaltung unterschieden werden.
Der Vorfuß und die Zehen zeigen nach innen, der Fuß sieht von oben gesehen aus wie eine Sichel.
Das Längsgewölbe ist verstärkt, hierdurch entsteht der Hohlfuß
Die Ferse ist nach Innen gerichtet, was als Fersenvarus bezeichnet wird.
Die Wadenmuskulatur bleibt unterentwickelt, man spricht von einer "Klumpfußwade".
Nach der Hüft-Dysplasie ist der Klumpfuß die zweithäufigste angeborene Missbildung. In Deutschland kommt etwa eines von 1.000 Neugeborenen mit einem Klumpfuß zur Welt. Jungen sind doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Inetwa der Hälfte der Fälle sieht man ein beidseitiges Auftreten.
Die Ursach des Klumpfußes ist noch nicht eindeutig geklärt, es gibt jedoch eine Familiäre Häufung
Der angeborenen Klumpfuß wird meist unmittelbar nach der Geburt sehr leicht anhand der oben aufgezählten eindeutigen klinischen Zeichen diagnostiziert.
Die knöchernen Fehlstellungen lassen sich auch im Röntgenbild darstellen. Eine Röntgenaufnahme zur Diagnosesicherung ist in der Regel zunächst nicht erforderlich, sollte jedoch zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs angefertigt werden.
Entscheidend für die erfolgreiche Behandlung des Klumpfußes ist eine rechtzeitige und konsequente Therapie, die unmittelbar nach der Geburt beginnen, im Verlauf kontrolliert und ggf. bis zum Wachstumsabschluss fortgeführt werden sollte.
Das Behandlungsprinzip besteht darin, die Fußfehlstellung mit so genannten redressierenden Oberschenkelgipsverbänden mit kleinen Kräften über längere Zeit hinweg schrittweise zu korrigieren. Die Gipsverbände werden zunächst täglich, später in wöchentlichen Abständen in zunehmender Korrekturstellung gewechselt
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Nach Abschluss der Gipstherapie muss die Erhaltung der korrigierten Stellung mit Orthesen, Nachtschienen und Einlagen längere Zeit fortgesetzt werden. Regelmäßige Kontrollen während der ersten Lebensjahre, zum Teil bis zum Ende der Wachstumsphase sind notwendig, um leider relativ häufigeRezidive möglichst frühzeitig zu erkennen.
Ausser dem Spitzfuß können so alle Komponenten konservativ behandelt werden. Der Spitzfuß muss jedoch über eine operative Achillessehnenverlängerung im Alter von zwei bis drei Monaten korrigiert werden.

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