|
|
Schulterngelenk Das Schultergelenk (Glenohumeralgelenk) wird vom Oberarmkopf und der Gelenkpfanne des Schulterblattes gebildet. Die umgebende Gelenkkapsel ist relativ locker und lässt daher einen großen Bewegungsumfang zu. Zur Erhöhung der Gelenkstabilität wird die Gelenkfläche durch das Labrum glenoidale (Gelenklippe), welche die Gelenkpfanne umgibt, vergrößert. Eine weitere Stabilisierung des Schultergelenkes erfolgt durch Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette, welche auch für den Großteil der Schulterbewegungen verantwortlich sind. Das Schulterdach wird durch die Schulterhöhe (Acromion) des Schulterblattes sowie den Rabenschnabelfortsatz (Coracoid) und die dazwischen verlaufenden Bandstrukturen gebildet. Die komplexe Anatomie des Schultergelenkes sowie seiner Weichteilstrukturen erklärt die Vielzahl der Erkrankungen und Verletzungen. So kann die räumliche Enge unter dem Schulterdach zu Engpässen mit Einklemmungserscheinungen, Schleimbeutelentzündungen, Kalkeinlagerungen oder Verletzungen der Rotatoren manschette führen. Verklebungen der Gelenkkapsel bedingen eine Bewegungseinschränkung bis hin zur Gelenkeinsteifung. Eine unfallbedingte Verletzung der Rotatorenmanschette hat eine Schwäche der Armhebung sowie eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung unterhalb des Schulterdaches mit zunehmender Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes zur Folge. Eine Vielzahl der operationsbedürftigen Erkrankungen des Schultergelenkes sind mit Hilfe der arthroskopischen Operationstechnik zu behandeln, so dass sich die Arthroskopie des Schultergelenkes mittlerweile als Routineeingriff etabliert hat. Die Vorteile der arthroskopischen Schulterchirurgie gegenüber der offenen Operation liegen in der wesentlich geringeren Verletzung und Schädigung des Gelenkes sowie insbesondere der umgebenden Weichteilstrukturen im Rahmen des operativen Eingriffs. Das geringere Ausmaß der Weichteilverletzungen durch die arthroskopische Operation, führt für den Patienten zu einer geringeren postoperativen Schmerzsymptomatik, einem besseren kosmetisches Resultat und einer schnelleren Rehabilitation. Bei der minimal-invasiven arthroskopischen Operation werden über kleine, ca 4mm lange Hautschnitte, eine Mini-Sonde mit Spezialkamera (Endoskop) sowie entsprechende Operationsinstrumente in den betroffenen Gelenkraum des Schultergelenkes eingeführt. Sämtliche Gelenkräume lassen sich mit der Spezialkamara einsehen und können auf Schäden und Verletzungen untersucht werden. Die operative Behandlung der verschiedenen Verletzungen erfolgt natürlich im selben arthroskopischen Eingriff. |